ECM mit SharePoint oder umgekehrt?

Von Jan Zastrow

Eine interessante Podiumsdiskussion fand heute um 16:00 Uhr im DMS Forum auf der CeBIT statt. Moderiert von Dr. Hartmut Storp diskutierten Vertreter führender ECM-Hersteller zur Bedeutung von Enterprise Content Management in Unternehmen. An der Diskussion beteiligt waren Vorstände bzw. Geschäftsführer von Saperion, OpenText, docuware, Microsoft, Optimal Systems, d.velop und COI.

Die Anforderungen der Unternehmen haben sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Unterstützung für die Arbeit in Teams, unter Umständen auch dezentral aufgestellt, wird immer wichtiger. Neben den gestiegenen Anforderungen an moderne Zusammenarbeit wurde aber die Frage diskutiert, inwieweit Unternehmen die bereits heute vorhandenen Funktionalitäten der im Einsatz befindlichen DMS-/ECM-Systeme nutzen.

„Systeme werden häufiger als reine Archivsysteme genutzt, weniger als ganzheitliche ECM-Lösung", so Christoph Pliete, Vorstand der d.velop AG. Peter Fischer von Microsoft stellte fest, dass zwei Drittel der Mitarbeiter in Unternehmen sogenannte Wissensarbeiter sind. Diese nutzen Informationen sowohl in Verbindung mit führenden Systemen, als aber auch autark davon. Dokumente waren in der Vergangenheit häufig isoliert, also ohne prozessbezug abgelegt worden. Durch die Prozessunterstützung entstehen große Mehrwerte für die Anwender.

Mit den angebotenen Lösungen sind „die Hersteller manchmal den Kunden voraus", stellte Jürgen Biffar, docuware, fest. Für die Kunden sind die Integrationen häufig zu anspruchsvoll. „Die Informationen müssen einfacher zugänglich sein", da waren sich die Vertreter der Hersteller einig. Dr. Storp betonte, dass „es mehr um Lösungen, als um technische Raffinessen" gehen muss. Technologien sind heute bereits vorhanden. Allerdings fehlt es oft daran, die Lösungen zu den Anwendern zu transportieren. Ziel muss es sein, strukturierte Arbeitsweisen zu vereinfachen und unstrukturierte Arbeitsweisen (Stichwort Wissensarbeiter) zu unterstützen - für die Anwender also Hilfe in den kreativen und auch geordneten Prozessen. Bisweilen ist es für Kunden schwer, den klaren Nutzen aus den Anwendungen zu ziehen. Dies ist zum Teil auch in der Kommunikation der Hersteller begründet. Hier bedarf es weiterer Aufklärung und Kommunikation der Nutzenpotentiale.

Vielleicht folgt eine Fortsetzung der Diskussionsrunde im nächsten Jahr?

Tags: Lösungen