Social Business in Unternehmen

Veröffentlicht am 16. Dezember 2016

Während Social Media Aktivitäten im privaten Umfeld alltäglich geworden sind, haben entsprechende Kommunikationsformen in der Unternehmenswelt noch nicht in letzter Konsequenz Fuß gefasst. Der aktuelle „Branchenatlas Digitalisierung“ der d.velop AG spiegelt diesen Sachverhalt ebenfalls wieder. Demnach hat lediglich jedes fünfte Unternehmen entsprechende Social Media Kommunikationsformen fest in seine Geschäftsprozesse integriert (Branchenatlas, S. 15).

"Branchenatlas: Digitalisierung" kostenlos downloaden

Die Gründe für die zögerliche Implementierung solcher Kommunikationsstrukturen sind unterschiedlich. Dabei ist gerade die heutige Zeit der digitalen Möglichkeiten prädestiniert für einen unternehmensweiten Einsatz von Social Media Elementen. Vielfältige Funktionen werden bereitgestellt, um Anwendern die tägliche Arbeit und den Austausch mit Kollegen zu verbessern. Dazu zählen z.B.:

  • Wikis
  • Portale
  • Timelines
  • Kommentarfunktionen
  • Bewertungsmöglichkeiten

Individuelle Informationsbereitstellung

Mit Collaboration Software, wie beispielsweise Microsoft SharePoint, kann jeder Nutzer mithilfe der verschiedenen Möglichkeiten über die für ihn essenziellen Informationen verfügen. Informationen werden nutzergerecht aufbereitet und interaktiv zur Verfügung gestellt - und zwar unabhängig von Ort und Zeit. Das ist gerade in Prozessketten über mehrere Standorte hinweg ein erheblicher Zeitvorteil. Kommunikationsaufwand in Form von E-Mails oder Telefonaten wird spürbar geringer. Das bedeutet einen Quantensprung für unternehmensinternes Wissensmanagement.

Integration in absatzrelevante Businessprozesse

Die wirklichen Nutzenvorteile entstehen aber erst, wenn Social Media Formen in absatzrelevante Business Prozesse integriert werden können. Interaktivität ist hier das entscheidende Stichwort. Wenn Kunden oder Lieferanten die Möglichkeit haben, mittels einer online ansteuerbaren „Teamsite“ Feedback zu geben oder einen Vorgangsstatus über ein Projektportal zu verfolgen, dann passiert das quasi in Echtzeit. Informationen können interaktiv ausgetauscht werden. Die Strecke zum Kunden oder Lieferanten wird kürzer. Die Wettbewerbsfähigkeit steigt signifikant.

Ein weiteres Feld in puncto Businessprozesse können z.B. Teamarbeiten sein. Virtuelle Projekträume ermöglichen „crowd sourcing“ und decken somit den Informationsbedarf jedes Projektmitglieds bei der Zusammenarbeit in Teams. Hierbei versteht sich die benutzte Software lediglich als Service. „Software as a Service“ (SaaS) ist das Schlagwort und soll die Industrialisierung der Social Collaboration Services herbeiführen.

Mehrwerte durch Social Business

Die effiziente Implementierung von Social Business schafft letztendlich Produktivitätsbremsen aus dem analogen Zeitalter ab. Langwierige Abstimmungsprozesse, ineffizientes Dokumenten- und Informationsmanagement und standortbedingte Vernetzungsproblematiken werden entschärft. Die unternehmensweite Zusammenarbeit wird nachhaltig gefördert und das interne Wissensmanagement wird den Anforderungen einer digitalen Unternehmensumwelt gerecht.

Social Business - Mehrwerte:

  • Breite Informationsbasis für alle Nutzer
  • Effiziente Kommunikationswege
  • Einfacher und optimierter Austausch von Wissen und Information
  • Hohe Transparenz

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Grundlagen für Enterprise 2.0 schaffen

Bei aller Euphorie, die durch neue Collaboration Formen in Unternehmen ausgelöst werden kann, sei an dieser Stelle jedoch darauf hingewiesen, dass vor Projektierung von Social Business entscheidende Vorarbeiten geleistet werden müssen. Die besten Lösungen besitzen keinerlei Mehrwert für das Unternehmen, wenn nicht entscheidende Fragestellungen geklärt werden:

  • Wie ausgeprägt sind Social-Business Fähigkeiten der potenziellen Nutzer?
  • Sind die Grundlagen zur aktiven Nutzung von Social Business in der Unternehmensphilosophie gegeben?
  • Welche Businessprozesse sind zur digitalen Optimierung am besten geeignet?
  • Welchen Reifegrad besitzt die unternehmenseigene IT-Infrastruktur?
  • Welche Software ist für das eigene Unternehmen am geeignetsten?

Sollten solche und ähnliche Fragen positiv beantwortet werden, steht einem erfolgreichen Enterprise 2.0 nichts mehr im Wege!

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